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Buchpräsentation „Dark Deleuze“

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17 Mrz , 2017  

Montag 27.3. , bbooks, Lübbenerstr.14, 10997 Berlin

Buchvorstellung: Andrew Culp „Dark Deleuze“ mit Jose Rosales und Achim Szepanski (plus Skype-Talk mit Andrew Culp)


Ein revolutionärer Deleuze, der einer Welt der verpflichtenden Happiness, der dezentralisierten Kontrolle und der Überbewachung zugeneigt ist?

Der französische Philosoph Gilles Deleuze ist als Denker der Kreation, der fröhlichen Affirmation und der Assemblagen bekannt. In Dark Deleuze argumentiert Andrew Culp, dass der ehemals radikale Kanon der Freude seine Widerstandskraft gegen die dumpfe Kontinuität des Präsens längst verloren hat. Konzepte, die einst geschaffen wurden, um den Kapitalismus zu besiegen, werden heute als Business-Mantras recycelt, die fröhlich und entspannt Slogans wie »Die Macht ist vertikal, das Potenzial ist horizontal!« affirmieren.

Mit Dark Deleuze erobert Culp die vergessene Negativität des Denkers Deleuze zurück. Culp präsentiert sie als eine Serie von Unterschieden, die er in einer spielerischen Prosa erkundet. Mit der Erfindung eines untergründigen Netzwerkes, das Linien zur Konspirativität, Grausamkeit, dem Terror des Außen und der Scham, Mensch zu sein, zieht, wirbelt er die geläufigen Interpretationen wild durcheinander. Am Ende seiner Suche beschuldigt Culp Deleuze, einen fatalen Irrtum begangen zu haben: Weil er zu engagiert war, Gründe zu finden, um an diese Welt zu glauben, hat Deleuze es versäumt, uns mehr darüber zu erzählen, was an dieser Welt inakzeptabel ist. Um heute Kommunist zu sein, so Culp, müsse man wieder lernen, diese Welt zu hassen.

Vortrag Achim Szepanski: Dark Deleuze: Netzwerkpessimismus, radikale Ökonomiekritik und subtraktive Negativität.


Vortrag Jose Rosales: Cataclysmic Politics, Minoritarian Subjects, and the Need to Escape.


Dark Deleuze argues against the widely accepted interpretation of his work that Deleuze was not simply as a thinker of negativity with a passion for destruction, but a thinker who has always belonged to the anti-state communist tradition. My talk will explore the philosophical and political debates that serve as the background of Culp’s argument in order to highlight how it is perhaps Tiqqun’s ‘Cybernetic Hypothesis’ that serves as the vanishing mediator that connects the task of world destruction with this anti-state communist image of Deleuze. This will then allow us to consider the ways in which Culp’s interpretation of Deleuze affords us the opportunity to understand the precise sense in which Deleuze claimed that both he and Guattari have always remained Marxists till the end.

LAIKAtheorie

Band 76:
Andrew Culp: Dark Deleuze
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