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Zum Thema der „produktiven Kreditschöpfung“

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5 Feb , 2019  

Viele sogenannte Finanz-„Experten“ wurden vom Ausbruch der Finanzkrise 2007/08 auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Zu jenen Zeitgenossen, die vom Ausbruch der Finanzkrise keineswegs auf dem falschen Fuß erwischt wurden, sondern ganz im Gegenteil: die sie prognostiziert hatten, ehe sie eintraf, gehören nicht zuletzt Ökonomen und Finanzanalysten, die ihr Augenmerk dem Werk von Hyman Minsky (1919-1996) widmen, insbesondere seiner Krisentheorie, die er während der 1960er und 1970er Jahre entwickelt hatte. Hierbei steht das Verhältnis zwischen dem Produktions- und dem Finanzbereich sowie deren Einflüsse auf die wirtschaftliche Gesamtentwicklung im Zentrum. Minsky schuf eine Theorie der zyklischen Wirtschaftsentwicklung, bei der Cash Flows, Spekulationsgeschäfte, Investitionen, Banken und finanzielle Wechselbeziehungen systematisch miteinbezogen werden. Geld ist für Minsky – im Gegensatz zu einer Vielzahl seiner Fachkollegen – nichts Neutrales, Kunjunkturzyklen ergeben sich hauptsächlich durch ein Auf und Ab privater Investitionsaufkommen, und hierarchisch steht der Finanzsektor an primärer Stelle im kapitalistischen Wirtschaftssystem, das laut Minsky, einem Studenten von Joseph Schumpeter, wiederum inhärent instabil ist.

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