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Neues zur Welt der Kulturkapitalfinanzkrise

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17 Apr , 2017  

Kurzer Dialog zu dem Artikel:

Nichts als Professoralkohl. Rückblick auf die Marx-Konferenz in Oldenburg

Die Arbeit am Marxschen „Kapital“ muss weitergehen. Die Tagung „150 Jahre Das Kapital“ zeigte, dass hierzu von akademischer Seite kein Beitrag zu erwarten ist.

Artikel hier

 

Achim Szepanski (AS): So wird das jetzt Tagung für Tagung weitergehen. Guter Artikel zur Verhunzung von Marx duch die Academia: Professoralkohl. Und, aber hallo: “Es gibt zwei Punkte im Marxschen „Kapital“, deren Weiterentwicklung heute von dringendster Bedeutung ist: erstens die Theorie des Finanzkapitals (bei Marx: zinstragendes Kapital), und zweitens die Geldtheorie.” and stop the boring talks on hegel and marx.

Anna Newspeak (AN): Die Kulturkapitalfinanzkrise schreitet voran.

AS: Man könnte es in diesem Fall auch akademische Verwahrlosung nennen.

AN: Der Artikel zerpflügt wirklich wunderbar den institutionellen Totalitarismus im Umgang mit Marx. … Und das geilste ist, dass sie uns (die außerinstitutionellen, verachteten, armen Dreckskinder) lesen müssen um da wieder rauszukommen – was sie aber natürlich nicht machen wollen. Es kann nicht sein, dass so dahergelaufene Linksextreme ohne Rang und Namen so viel bessere Marxauseinandersetzungen leisten als sie, die hohe Multi-Titel-Multi-Auszeichnung-Professor(*inn)enschaft.

AS: Ja, so ist es, aber selbst die es wissen, kuschen. Ich sage nur Marx 200. I like verachtete, linksextreme Dreckskinder.

AN: Der akademische Derivatehandel mit Marx hat sich halt ordentlich verspekuliert und die gigantischen Kulturkapitalschulden (sprich: mangelndes Wissen bzw. die Relation zwischen erwarteter und eingetretener Erkenntnis/Wirklichkeit) versucht mensch jetzt über maximierende Verleugnung (kulturelle Erkenntnisbilanzverfälschung) irgendwie zu retten, was aber nur den kulturkapitalen Giant Crash weiter hinauszögert, der sich umso härter umsetzen wird je länger das so geht. Interessant wäre sich zu fragen, was denn die kulturellen Bad Banks wären und ob nicht die heutigen Hochschulen teilweise selbst schon Bad Banks sind: Wer sein marxistisches Kulturkapital an den Hochschulen anlegt, erntet nur wertlose Kulturwertpapiere (Bachlorarbeiten, Masterarbeiten, Doktorarbeiten, Dissertationen etc.) als Erkenntnisschulden/Wissensschulden (also Wissenslücken), mit denen sich keine Erkenntnis, kein Wissen, keine Gesellschaftskritik, keine Radikalität und kein Durchbruch (kein kulturkapitales Mehr bzw. Minder, K’ bzw. ‘K) erzielen lässt.

 

Foto: Andrejz Steinbach

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