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Verschuldung

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4 Dez , 2016  

David Harvey hat in seinen letzten Beiträgen immer wieder darauf hingewiesen, dass die marxistische Theorie die Mehrwertproduktion im Dienstleistungssektor und in der Zirkulationssphäre bisher zu wenig beachtet hat. So ist es in den USA nicht mehr General Motors, sondern es sind McDonalds und Walmart, wo die quantitativ breiteste Ausbeutung statfindet, ohne dass man hier bspw. den Fall der Profitrate überhaupt noch messen kann. Gleichzeitig werden von der Linken Prozesse der Verschuldung ignoriert, mit denen alle möglichen Akteure auf Lebenszeit in das Finanzsystem integriert werden (Studentendarlehen, Konsumentenkredite, Pensionsfonds etc.). Die Linke ist deshalb auch nicht im Ansatz in der Lage, in diesen Bereichen Widerstandsformen zu entiwckeln. Wir konzentrieren uns hier zunächst auf die kollektiven Subjektivierungsformen der Verschuldung.

Die Verschuldung der privaten Haushalte impliziert heute eine Regierungstechnik (ein Dispositiv der Macht, das Personen auffordert, Schulden zu machen und natürlich zu begleichen), die die Banken und Kreditunternehmen nutzen, um mit ihrer Kreditvergabe die Lohnabhängigen unter den sowohl physisch als auch psychisch erfahrbaren Zwang zur regelmäßigen Rückzahlung der Schulden zu setzen, zu der sie sich vertraglich verpflichtet haben – womit man sie permanent am »moralischen« Modus der eigenverantwortlichen Kontrolle und Disziplinierung teilnehmen lässt, und dies mittels der Techniken der Individualisierung (man steht zu seinen Schulden, ja man affirmiert seine Schulden) und der Inwertsetzung (von Arbeitsvermögen und Lebensweisen), die für die ohnmächtigen Schuldner die ganze Lebenszeit vorhanden sind, nicht nur zeitweise (während der Arbeitszeit). Wir sehen, wir müssen Schulden an dieser Stelle als eine (gelebte) Technologie zur Fabrikation und Modulation, zur Regulierung und Steuerung von Subjektivität auffassen, mit der stets neue Praktiken der produktiven Selbstkontrolle einhergehen, sodass es jetzt das durch Demoskopie und Sozialkontrolle je schon geteilte Individuum, das Dividuum selbst ist, das die Kontrolle in Bezug auf sich selbst ausübt, wenn es als permanent verschuldetes »Wirtschaftssubjekt« sein Leben organisieren will. Schließlich sind alle monetären Ausgaben in Bezug auf die Schulden zu überprüfen. Und dies geschieht heute als Teil einer zunehmenden ökonomischen Prekarisierung von weiten Teilen der Bevölkerung. So verschraubt man die Technologien des Selbst mit der ökonomischen Logik der Prekarisierung, und letztere fordert dazu auf, noch alle Risiken und Kosten des Sozialen, die ja größtenteils schon privatisiert sind, auf sich zu nehmen, sodass eben private Schulden, geringes Einkommen oder wettbewerblich ausgerichtete Sozialleistungen individuell zu managen sind. Dabei gehen die Dinge eigentlich perfekt zusammen – Kontrolle der Zeit und des Raumes, Kontrolle der Subjektivität, Projektion der Kontrolle in die Zukunft –, alles Faktoren, die für bestimmte Bevölkerungsschichten in einem gewissen Sinne durch ökonomische Schulden geprägt sind, wenn die private Verschuldung nicht gar zur Reduktion auf das nackte Leben führt, womit ein Prozess der Desubjektivierung statthat, der mit keinerlei Formen der Subjektivierungen mehr verbunden ist – z. B. radikale Verarmung, Hartz IV und die sich daraus ergebende vollkommene Zersplitterung des sozialen Körpers, wenn man z. B. sog. arbeitsunwillige Elemente in 30 qm große modulare Zellen verfrachtet und an digitale Konsolen anschließt, damit sie die Welt da draußen längst nicht mehr als das Benjamin’sche Fern-Sehen, sondern als Fernsehen erleben.

Im Rahmen dieser neuen Biopolitik, die eine Konstellation benennt, in der die staatlichen und substaatlichen Dispositive keinerlei Subjekte mehr hervorbringen, bleibt das Leben letztendlich der reinen Verwaltungstätigkeit staatlicher Institutionen unterworfen, die ganz bewusst keinerlei Neuzusammensetzung der Subjektivität im Zuge der Bildung von (politisierten) Massen mehr zulassen. Darüber hinaus kann aber selbst noch das nackte Leben, von dem Agamben ständig spricht, zur Quelle einer Rendite werden, wie dies etwa in den USA ja geschehen ist, wenn infolge des Einsatzes von statistischen Modellen, mit denen man die Wahrscheinlichkeit einer ausfallenden Schuldentilgung bei einer Person bezogen auf die Gesamtbevölkerung berechnet, von vornherein als faul geltende Kredite an schwache bzw. insolvenzverdächtige Einkommensschichten ausgegeben und im Kontext sog. Verbriefungsverfahren auch gehandelt werden. Allerdings darf man an dieser Stelle auch nicht verschweigen, das wir es längst mit einer »transversalen Prekarisierung« (Marchart) quer durch alle Bevölkerungsschichten und deren Stratifikationen zu tun haben, die ähnlich wie die Verschuldung zu einer zumindest latent insistierenden Labilität aller Räume des Sozialen führt. Das Zusammenspiel von Verschuldung, Substitution der Lohnform durch Honorarzahlung und schließlich affektiver Selbstregierung unterwirft die Bewirtschaftung der Arbeitskraft einem ganz neuen Modell des Risikos, das nach deren permanenter Ausgestaltung desselben verlangt. Hinsichtlich der Produktion von Subjektivität sind es also längst nicht mehr nur die Dispositive der Sicherheit, die nach Foucault »ein Mehr an Freiheit durch ein Mehr an Kontrolle und Intervention« hervorbringen (vgl. Foucault 2004b: 103), sondern vor allem auch die Dispositive der Selbstoptimierung und Selbstkontrolle, die es ermöglichen, eine glaubende und beglaubigte und zugleich hoch emotionalisierte Selbstverwertung entlang der regulierend-regulierten Selbstmodelle zu betreiben. Die meisten biopolitischen Regierungstechniken intervenieren heute mittels der Dispositive der Kontrolle in sozio-ökonomischen Räumen und Zeiten, sie profitieren »von einer mathematischen Unterstützung […], die zugleich eine Art Integrationskraft im Inneren der zu der Zeit akzeptablen und akzeptierten Rationalitätsfelder ist.« (Foucault 2004a: 92)

Schulden implizieren spezifische Probleme, sie versprechen und schaffen Möglichkeiten, sie bilden im Kapitalismus und seiner einzigartigen Optionsmaschinerie eine der wesentlichen Voraussetzungen, um überhaupt Profite zu generieren (mit dem Kredit wird Geld als Geld für eine stets in die Zukunft projizierte Verfügbarkeit von Zeit verkauft.) Man könnte deswegen ohne Weiteres resümieren: Wer sich im Kapitalismus nicht verschuldet, ist selbst schuld. Schuld ist in der Ökonomie gerade derjenige, der sich nicht verschuldet, während im religiösen Kontext derjenige schuld ist, der sich verschuldet (was dann auf ewig gesühnt werden muss.) Schulden erfordern also ein durch und durch säkularisiertes Glaubensbekenntnis, das auf Antizipation und Aufschub gleichzeitig sich stützt, entweder im Sinne der Hoffnung als dem Aufschub der Erfüllung (Gläubiger) oder umgekehrt als die vorzeitige Erfüllung (Schuldner), um im besten Fall, wie das beim Overtrading mit Derivaten der Fall ist, virtuelle Einkommen jetzt schon auszugeben, bevor sie überhaupt erzielt worden sind. Und diese Art von säkularisiertem Glaubensbekenntnis, das sich wesentlich aufgeklärt über seinen eigenen Modus der Gläubigkeit zeigt, beruht auf der Affirmation einer nicht bedachten Selbstbewegung des Kapitals und der darin eingeschlossenen »Unterwerfung unter das permanente und als an sich unendlich konstituierte, unentsühnbare Verschuldungsprinzip der abstrakten Arbeit.« (Kurz 2012: 399) Kurz‘ Termini wären hier jedoch derart zu präzisieren, dass man zum Ersten das im Kredit inkludierte Verhältnis von Endlichkeit und Unendlichkeit nicht unerwähnt lässt, und zum Zweiten den Begriff der abstrakten Arbeit durch den der Kapitalisierung präzisiert. Es ist ja so, dass der Glaube an den Betrag x plus n dem Kauf eines Wertpapiers zum Preis x mit der Anweisung auf zukünftige Einnahmen x plus n (Mathem der Ökonomie) komplementär ist. Es geht hier also weniger um den Modus der Unwahrscheinlichkeit, der im Übrigen eine tragende Rolle in verschiedenen postmodernen Theorieansätzen spielt, wo behauptet wird, dass gerade aufgrund der komplexen Kalkulationsverfahren hinsichtlich kapitalistisch handelbarer Zukunft die dadurch noch komplexer geratene Welt komplett unberechenbar und unvorhersehbar geworden sei und gerade deswegen etwas wesentlich Religiöses an sich habe. In diesem Kontext gilt es zu berücksichtigen, dass Benjamins kritischer Impetus, wenn er den Kapitalismus als Religion bezeichnet, von der Riege der Postmodernen oft in eine Affirmation der kapitalistischen Märkte umgedeutet wird. Und hier wäre dann auch die Benjamin’sche Auflistung der religiösen Merkmale des Kapitalfetischs zu erwähnen, die u. a. den Terminus Verschuldung beinhaltet, wobei Benjamin das moralische Schuldig-Werden, das gesühnt werden muss – und dies ganz im Sinne religiös bedingter Strukturen persönlicher Verpflichtungsverhältnisse –, mit dem ökonomischen Verschuldungsprozedere im Kapitalismus analogisiert, ohne eben die das ökonomische Schuldenverhältnis konstituierende Immanenz des Kapitals im Gegensatz zur religiösen Transzendenz genauer in den Blick zu bekommen. Es ist ohne Weiteres einsehbar, dass die Figur der Verschuldung (entgegen der Figur einer ursprungsfreien Ökonomie) sich einerseits auf eine recht traurige Erinnerung an die eigene Schuldenaufnahme und andererseits auf die kalkulatorische Vorwegnahme der Zukunft bezieht, um Terminierungen in beide Richtungen fließend in der Zeit sicher zu stellen, die schließlich notwendig sind, um vor allem Zukunft als kalkulierbares Termingeschäft in Permanenz projektieren und auch durchführen zu können.

Anstatt mit Hilfe des Kredits frei in physische oder intellektuelle Kapazitäten (forme de vie) investieren zu können, formuliert und formatiert das Kreditverhältnis, vor allem als Konsumentenkredit, tatsächlich die in die Zukunft gerichtete Subjektivierung der Massen selbst und wird genau deswegen zu einer Frage der Ethik. Unter diesem Gesichtspunkt greift der Kredit nicht nur auf die Arbeitszeit zu, sondern okkupiert zunehmend die gesamte Existenz der Lohnabhängigen bzw. deren Lebenszeit, indem er stets irgendetwas verspricht, was zugleich bedeutet, dass seitens der Schuldner permanent ganz spezifische Risiken bearbeitet werden müssen, womit es schließlich zur Pflicht wird, ununterbrochen über die eigene Zukunft zu mutmaßen, um die entsprechenden Vorsorgen hinsichtlich der Erfüllung des Kredits zu leisten.  Was hier ergriffen wird, ist die Zukunft selbst, oder etwas, das Lazzarato die »debt-relations’ asphyxiation of futures« nennt. Die Verschuldungsproblematik ist somit von Prekarisierung nicht zu trennen, die den sozialen Lebensentwurf als die permanente Bearbeitung des eigenen Lebens als Risiko einfordert. An dieser Stelle beinhaltet der finanzialisierte Kapitalismus hinsichtlich seiner Governance der Verschuldung/Prekarisierung eine spezifische Form der Zukunftsbearbeitung oder ein Vorkaufsrecht auf die Zukunft, jedenfalls ordnet letztendlich die Zukunftspolitik des fiktiven/spekulativen Kapitals an, welche Formen der Produktion (der Lebenszeit) und der Produkte sich da aktualisieren. Sowohl gegen Maurizio Lazzarato, der die Verschuldung als die entscheidende Figur der Subjektivierung im Rahmen einer Schulden-Ökonomie einsetzt, als auch gegen Oliver Marchart, der den Term Verschuldung durch den Panoramabegriff der Prekarisierung ersetzt, wäre einzuwenden, dass die Identifizierung einer derart dominanten Form der Subjektivierung den Opportunismus des Kapitals unterschätzt, seine Kapazität, gegenüber den Mentalitäten und Wünschen der Massen bis zu einem gewissen Maß indifferent zu sein. Die Prämisse, dass es ein dominantes Paradigma der Subjektivierung im gegenwärtigen Kapitalismus gibt, ignoriert nicht nur die klassenspezifischen Variationen der Subjektivierung im Rahmen der Schuldenökonomie, sondern vernachlässigt auch, dass die spezifische Form des non-politischen und indirekten Zwangs, durch den sich das Kapital auszeichnet, gerade deswegen so wirkungsmächtig ist, weil das Kapital oft ohne eine spezifische kapitalische Mentalität oder Subjektivität prozessiert. Soziale Subjektivierung operiert auf der molaren Ebene der Kontrolle des Subjekts über die Mechanismen des Gedächtnisses, Bewusstseins und der Repräsentationen, während die »maschinische Unterwerfung« (Deleuze/Guattari) einen molekularen, präindividuellen und infrapersonellen Zugriff auf das Dividuum herstellt, der weder das reflexive Bewusstsein noch seine seine Repräsentationen durchquert. Und gerade die Form der Zukunftsbearbeitung qua Verschuldung und/oder Prekarisierung scheint heute zu einer allgemeinen Ermüdung der Massen zu führen. Erstmals in der Geschichte werden wir anscheinend mit einer Zukunft der Ermüdung oder der Erschöpfung konfrontiert: Ermüdung der Ideen und der natürlichen Ressourcen, der produktiven Unternehmungen und der mentalen und körperlichen Ressourcen. Dabei schwindet die Idee einer progressiven Zukunft ausgerechnet mit der permanenten Justierung der kapitalistischen Parameter der Zukunftsbearbeitung.

Wenn Lazzarato schreibt, dass die soziale, asymmetrische Relation zwischen Gläubiger und Schuldner den Kern der modernen westlichen Gesellschaft bilde, weil es heute bezüglich der Verschuldung keinen Unterschied mehr mache, zwischen Arbeiter und Arbeitslosem, Produzenten und Konsumenten, Rentner und Sozialhilfeempfänger etc. zu unterscheiden, denn schließlich nähmen diese Gruppen ja alle die Position eines (universellen) Schuldners ein, der schuldig und damit zugleich auch voll verantwortlich gegenüber dem Kapitalverhältnis zeichne, dann thematisiert er hier vor allem das Dispositiv derjenigen Verschuldung, die im Modus des Konsumentenkredits stattfindet: Eine Matrix der gouvernementalen Regierbarkeit und der Regulierung, die stets besondere Subjektivierungsprozesse einschließt, um schließlich ganz spezifisch konditionierte Subjekte hervorzubringen, die mittels des Konsumentenkredits ihr finanzielles Dasein mehr oder weniger gut bestreiten können, oder wenn man es abstrakter formulieren will, die stets darauf bedacht sind, mittels der Kreditierung ihr Selbst (Lazzarato zitiert hier Nietzsche: »Arbeit am Selbst, Tortur am Selbst«, womit selbst das Begehren Teil der ökonomischen Infrastruktur wird, ebd.: 56f.) aktiv als eine Ressource zu gestalten, zu modulieren und auch auszubeuten. Man sollte daher annehmen, dass die heutigen Kontrolldispositive weitaus subtiler und differenzierter als mit dem bloßen Einsatz von disziplinierenden Regierungstechniken und/oder moralischen und pseudoreligiösen Diskursen operieren, welche die Schuld und die Verantwortung des Individuums ins Zentrum ihrer Beobachtungen rücken, vielmehr bewegen sich die Dispositive mit ihren Mathemen der Macht auf die ökonomisch-rationale Steuerung des Dividuums/Individuums zu, und dies als phantasievolles Wechselspiel zwischen Fremdbestimmung und auto-operativer Krümmung auf sich selbst (Vgl. Sloterdijk 2009: 589) Dabei oszilliert das Dividuum/Individuum vor allem zwischen zwei Formen der Integration: a) der Regulation und Steuerung der Informations-, Migrations- und Arbeitsströme mittels der Schaffung von Eintrittsschranken für die jeweiligen Distributionswerke und b) der zwangsweisen Integration in einen Geldkreiskreislauf, dem die Ohnmacht der Kaufkraft eigen ist.

Der Konsumentenkredit – ganz im Gegensatz zum Kreditgeschäft zwischen kapitalistischen Akteuren, das keine Umverteilung des vorhandenen abstrakten Reichtums, sondern ein Modus des Zugriffs auf künftigen abstrakten Reichtum impliziert – beinhaltet das ideelle Versprechen auf Wohlstand, er artikuliert die monetär angeheizte und angereizte Hoffnung, mit der irgendwann die Gewissheit sich realisieren soll, dass man Zeit frei gestalten kann, womit der Konsumentenkredit neben seinen gewährten Freuden gerade den unendlichen Aufschub dieser Erfüllung impliziert, während gleichzeitig Zeit radikal gebunden, dem Schuldner Zeit regelrecht gestohlen wird. Und die Geschichte der ökonomisierten Schizophrenie ist nicht allzu schwer zu verstehen oder fortzuschreiben, wenn bspw. Angestellte heutzutage als Lohnabhängige und zugleich als Unternehmer/Aktionäre fungieren. Diese Form der Schizophrenie generiert, indem sie permanent das Ego schneidet, das Problem der Mobilisierung und der Motivation im Modus einer produktiven Biopolitik, denn das ausgezeichnete »Humankapital« ist ja nicht etwas, was einfach schon da ist, sondern etwas, das als Kapital-Kompetenz ständig konstruiert, gebaut und gepflegt werden muss. In gewisser Weise lässt sich hier eine Transformation von einer passiven hin zu einer aktiven Subjektivierung feststellen, die aber in die kapitalistische Logik mit ihren postmodernen Operatoren eingeschrieben bleibt. Mit der wundersamen Umgestaltung der Lohnabhängigen in zwei Sorten von Aktanten bindet man sie einerseits in den Betrieben vor allem aufgrund der Shareholder-Value-Dominanz als kleine Aktionäre stärker denn je in die externen und internen Produktionsprozesse mit ein, um sie andererseits als Lohnempfänger und damit zugleich als Kreditsuchende oder Sparer anzurufen und diesbezüglich eine zweites Mal zu motivieren. Man saugt mit diesem doppelzüngigen Mechanismus Einkommen, Löhne und Ersparnisse in großen Dimensionen in die Prozesse der Finanzialisierung ein, auch indem man die Lohnabhängigen mithilfe solcher Faktoren wie Betriebsrenten, Versicherungen und Pensionsfonds in kleine Finanzinvestoren transformiert. Schon in den neoliberalistischen Theorien der Chicago Schule erscheinen die Lohnabhängigen nicht mehr als abhängig Beschäftigte eines Unternehmens, sondern transformieren sich andauernd zu »menschlichem Kapital« (mit den Faktoren körperlich-genetische Manifestation, Gesamtheit der erlernten Fähigkeiten bzw. Resultate der eigenen »Investitionen« qua Erziehung, Ernährung und Bildung) bzw. zu autonomen Unternehmern, die ganz eigenverantwortlich ihre jeweiligen Investitionsentscheidungen treffen, um den optimalen subjektiven Nutzen zu erzielen, der in Geldwert ausgedrückt ist. Man modifiziert in der Geschichte des Neoliberalismus vor allem auch die Angehörigen des Prekariats zu Unternehmen ihrer selbst. Und es ist kaum verwunderlich, dass diese Art der Verallgemeinerung der Unternehmensform zu einem sozialen Modell gerinnt, innerhalb dessen die Akteure an den Arbeitsmärkten aber gerade nicht in erster Linie als Produzenten von Waren und Dienstleistungen fungieren, sondern als Konsumenten (die als verkörperte Nachfrage nach Arbeit gelten und eben nicht als verkörpertes Angebot) auf die soziale Bühne treten, wo sie zu Kunden von Agenturen mutieren, zu Käufern von Arbeit, die sich über einen Kaufakt zeitlich befristet aktualisiert. Und selbst wenn die Arbeitskraft noch verausgabt wird, ist sie am Konsumenten gestrichen, weil er sich nicht mehr über einen Produktions-, sondern eben über einen Kaufakt definiert. Darauf, dass dieser Kaufakt durch die ihm vorausgesetzte Nachfrage nach Arbeit auch eintreten wird, kann sich die »Moderne Dienstleistung« weniger im Hinblick auf die fehlende Arbeit, sondern im Hinsicht auf den permanenten Beratungs-, Trainings- und Weiterbildungsbedarf »am Arbeitsmarkt« verlassen, da der Konsument von Arbeit auf diesen Wissenserwerb zur Erhaltung und zur Erweiterung seines Informationswerts angewiesen bleibt. Indem Individuen Arbeit kaufen, werden sie u. U. zu Unternehmern ihrer selbst, und dies gereicht wiederum dem Kapitalbegriff des Neoliberalismus zur Ehre, der alles zu Kapital mutieren lässt, was Einkommen generiert, sei es nun Profit, Zins, Rente oder die verschiedenen Einkommensarten von Lohnabhängigen. Allerdings ist damit noch längst nicht der Arbeitskraftunternehmer als prekäres und verschuldetes Subjekt unter die Lupe genommen, wie es sich heute tatsächlich darstellt, wobei es sich sogar hinsichtlich der Organisation von Minijobs und dem Empfang von Sozialleistungen als unternehmerisches Subjekt zu verhalten hat, bezüglich der Investitionen in die individuellen Versicherungen, der Organisation der Ausbildung, der Konsumentenkredite oder sonstiger Darlehen, sodass verschuldete Subjekte mit ihren Funktionen des prekären Angestellten-Daseins, des Sozialhilfeempfangs, des Konsumenten von Arbeit und des Arbeitskraftunternehmers tendenziell zusammenfallen. Demzufolge arbeitet die Finanzökonomie sich weiterhin an dem Paradox ab, dass ausgerechnet diejenigen, deren Löhne auf allen Ebenen beschnitten werden, gleichzeitig die kaufkräftigsten Konsumenten sein sollen, was natürlich nur mit der Vergabe von Krediten zu »lösen« ist. Lazzarato fasst zusammen: »Der Finanzsektor ist eine Kriegsmaschine der Privatisierung, die die sozialen Rechte in Kredite verwandelt, in individuelle Versicherungen und Renten (Aktien) und also in individuellen Besitz.« (Lazzarato 2012: 100)

Die Abnehmer von Konsumentenkrediten verschulden sich heute vielleicht im Durchschnitt für die nächsten zwanzig Jahre, wenn nicht für ihr ganzes Leben, sie generieren Schulden für den Erwerb eines Eigenheims oder Automobils, zur Finanzierung des Studiums oder der Krankenversicherung etc., was einerseits zeigt, dass man ehemals staatlich abgesicherte soziale Rechte heute als Schulden privatisiert (anstatt des Rechts auf Wohnraum erhält man einen Immobilienkredit, anstatt des Rechts auf Bildung muss man das Studium mit Krediten finanzieren und so weiter), andererseits generiert der Schuldner mit dem Bezug des Konsumentenkredits womöglich selbst ein kleines Kreditgeschäft, falls denn der Konsumentenkredit bzw. die damit konsumierten Waren selbst wieder als Sicherheiten für neue Konsumentenkredite taugen. Die Transformation der sozialen Rechte in Schulden, die Privatisierung von Vorsorgeversicherungen, die Mutation der Sozialausgaben zur Quelle von Profiten – all dies deutet auf das Primat von Vermögensrechten hin, mit Finanztiteln gleichgesetzten Rechten. Wie Lapavitsas argumentiert, sind heute die Banken generell daran interessiert (und dies in Abhängigkeit von konjunkturellen Zyklen) Lohnabhängige als neue Kreditnehmer zu gewinnen, denn der Kredit gibt den Banken eine Forderung gegenüber zukünftigen Lohnzahlungen, und dies hat wiederum den Effekt, dass tendenziell sich die Ausbeutungsrate (und Inflationsrate) erhöht, solange die Arbeiter nicht in der Lage sind, gegenüber den Kapitalisten in Verhandlungen oder Kämpfen höhere Reallöhne durchzusetzen.

Es scheint offensichtlich, dass für universelle Gläubiger wie Banken die sog. fungierenden Unternehmen die idealen Schuldner darstellen, weil diese Zinsen und Tilgung der aufgenommenen Kredite aus den in der »Realwirtschaft« realisierten Profiten und Abschreibungserlösen bedienen können. Seit den 1970er Jahren wuchs die finanzielle Akkumulation wesentlich dynamischer als die industrielle Akkumulation, sodass vor allem die Geldvermögen der Gläubiger wie auch die Schuldensummen der Schuldner hyper-exponentiell anstiegen. Folgerichtig wurde ab einem bestimmten Zeitpunkt seitens der Hedgefonds, Banken und Geldvermögensbesitzer hinsichtlich ihrer vagabundierenden Vermögen nach immer weiteren Schuldnern (neben dem Staat) geradezu gefahndet. Das erscheint in zweierlei Hinsicht nicht weiter verwunderlich, denn die differenzielle Akkumulation von monetärem Kapital kann nur dann funktionieren, wenn die Geldvermögen sich vermehren und zugleich für monetäre Nachfrage nach Waren, Dienstleistungen (und Wertpapieren) »gesorgt« wird. Dies gelingt sehr effektiv mit der Konstruktion des Konsumentenkredits, denn hier schlägt man tatsächlich zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits funktioniert der Konsumentenkredit als zinstragendes Kapital (für den Gläubiger) und andererseits als effektive Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Da freilich im Postfordismus die effektive Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen längst nicht mehr allein aus Löhnen und Gehältern bestritten werden kann, weil die Reallöhne, die ja als Kosten in die betriebswirtschaftlichen Bilanzen eingehen, seit mehr als zwei Jahrzehnten stagnieren und auch das staatliche deficit spending den Rückgang der effektiven Nachfrage nicht mehr zu kompensieren vermag, muss zwangsläufig die private Verschuldung bzw. der Konsumentenkredit der Lohnabhängigen immer stärker ins Spiel kommen. Und das Dispositiv der Verschuldung in der Form des Konsumentenkredits, das in den letzten Jahrzehnten wesentlich größere Verbreitung in den USA als bspw. in Deutschland gefunden hat, verlangt geradezu nach gouvernementalen, biopolitischen Regierungstechniken im Rahmen einer machtpolitischen Maschinerie der Finanzialisierung, die die sozialen Rechte andauernd in Kredit verwandelt. Anstatt eine Gehaltserhöhung bekommt man einen Kredit, anstatt des Rechts auf Ruhestand bekommt man eine individuelle Lebensversicherung, anstatt des Rechts auf Unterkunft bekommt man eine Hypothek usw.. Schlussendlich ersetzt die z. T. staatlich subventionierte Verschuldung der Lohnabhängigen den sozialen Wohnungsbau und rein aus Löhnen bezahlbaren Mietwohnungen, gleichzeitig werden herrschende Konsumnormen wie die Fixierung auf das Wohnungseigentum oder der Besitz eines Autos zementiert, wobei es vor allem der sog. Mittelstand ist – ökonomisch nach oben, kulturell nach unten orientiert –, der ständig Instrumente, Waren und Zeichen benötigt, um seine Verluste an Wert, an Selbstsicherheit, an Lebensstil und Lebensweisen zu kompensieren. Und somit moduliert die private Verschuldung infolge der seit Jahrzehnten stattfindenden Stagnation der Reallöhne oder des sich vollziehenden Lohnabbaus ein sublimes biopolitisches Zwangsverhältnis, innerhalb dessen die Lohnabhängigen versuchen, die Ausgaben für die Wohnung oder das eigene Haus und Auto, Krankenhausaufenthalte oder das Studium der Kinder zu decken. Und man erkennt hinsichtlich der Ausweitung und Explosion des Konsumentenkredits in den USA bis hin zur Subprime-Krise eine sprialförmige Entwicklung, die sich folgendermaßen darstellen lässt: Zuerst erfolgt die Vergabe von Kreditsummen, wobei Tilgung und Zins noch aus den laufenden Einnahmen bedient werden, worauf Kreditvergaben folgen, bei denen der Schuldner aus laufenden Einnahmen nur noch die Zinsen zu zahlen vermag, und schließlich haben wir es mit dem ultraspekulativen Ponzi-Modus zu tun, indem man Konsumentenkredite auch an diejenigen vergibt, die nicht einmal in der Lage sind, aus ihren laufenden Einnahmen die Zinsen zu bedienen, was, wie man bei der Subprime-Krise in der USA im Jahr 2007f leicht feststellen konnte, nur solange funktioniert, wie die Preise der mit Krediten angeschafften Waren (bspw. Häuser) steigen. Die Ausgabe von Subprimekrediten für Immobilien (die üblichen »prime«-Bedingungen fallen aus) erfolgte in den Jahren vor der Krise unter der beständigen Relativierung der Bonität des Schuldners (nach unten), der nun so gut wie kein Eigenkapital für die Aufnahme eines Hypothenkredits mehr benötigte. Gleichzeitig konnten in den USA auf gesetzlicher Grundlage ab einem gewissen Zeitpunkt die ausgegebenen Kreditsummen den Wert der Immobilie bis zu 20  % übersteigen, so dass die Schuldner über den Kauf eines Hauses hinaus insgesamt ihr Konsumpotenzial erhöhten. Aufgrund der Wirkungsweise des spekulativen Modus wurden jedoch mit der Zeit immer mehr Subprime Kredite nicht mehr bedient, sodass es automatisch zu höheren Zinsen kam und damit die Ausfallbewegungen erst richtig in Gang gesetzt wurden. Dabei ist davon auszugehen, dass die Sicherung der Kredite aufgrund des amerikanischen Haftungsrechts von vornherein unzureichend war, denn die Kreditnehmer haften nämlich nur mit der Immobilie, nicht aber mit weiteren Vermögenswerten oder mit ihrem Einkommen. So wurde es erst möglich, sich Kreditverpflichtungen durch bloßen Auszug aus dem Haus zu entledigen, sodass es zwangsläufig zu einem Überangebot an Häusern auf dem Immobilienmarkt kam und die Preise für Häuser fielen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass US-Banken auf diese unsicheren Kreditierungen im eigenen Land wiederum CDS-Versicherungen im Ausland abschlossen, womit das mit diesen Krediten korrelierende Risiko einfach ins Ausland exportiert wurde. Empirisch ließ sich also in den USA nach dem New Economy Boom eine negative Sparquote bei den privaten Haushalten feststellen, die Resultat dessen war, dass der private Konsum zunehmend über Verschuldung finanziert wurde. Dennoch bleibt die Transformation von sozialen Rechten in Schulden äußerst zwiespältig, weil der postfordistische Biokapitalismus einerseits die Verarmung auf einem neuen Niveau etabliert – er blockiert seit Jahren die Löhne und Gehälter und reduziert die sozialen Dienste –, andererseits aber die durchaus prekäre Illusion produziert, dass man durch die Aufnahme von Konsumentenkrediten in Zukunft Wohlstand und Reichtum erlangen könne. Gleichzeitig hat sich die Inflation, die bisher an die Preisbewegungen der gewöhnlichen Waren und Dienstleistungen gebunden war, heute in einen sehr spezifischen schuldengetriebenen Modus der Selbstfinanzierung von Vermögen transformiert. Dabei hat die Multiplikation des Kredits, durch dessen Aufnahme jedes Individuum angeblich die Möglichkeit zur Wohlstandssteigerung besitzen soll, vorläufig einen

Dos Santos hat gezeigt, dass die Strategien der Großbanken hinsichtlich der Vergabe von Krediten in den letzten Jahren zunehmend stärker auch auf private Haushalte ausgerichtet wurden, sodass mit dieser Art der privaten Verschuldung eine sekundäre Ausbeutung in Gang gesetzt werden konnte, weil die wachsende Verschuldung der Lohnabhängigen natürlich auch zu wachsenden Lohnabzügen führt. Die erweiterte Reproduktion der Konsumentenverschuldung beinhaltete vor allem in den USA folgendes: Wenn der Konsument mit geliehenem Geld etwas kaufte, bekam er aufgrund der Tatsache, dass die Banken die gekauften Waren als Sicherheiten akzeptierten, neues Geld, um weitere Waren zu kaufen. Und dadurch verwandelten sich die ausgegebenen Konsumentenkredite wundersam in Sicherheiten und damit in weitere Konsumentenkredite, insofern die Kreditgeber tatsächlich davon ausgingen, dass bspw. die monströs ausgegebenen Hypothekenkredite zu immer weiter steigenden Immobilienpreisen führen und damit die künftige Kreditfähigkeit der Kreditnehmer inkludieren würden – und selbst per Kreditkarte bezahlte Waren konnten als Sicherheit für einen neuen Kredit dienen, und je mehr Kredit der Konsument aufnahm, desto mehr Kredit sollte er auch in Zukunft erhalten, möglicherweise bis zum Minsky-Moment (genannt nach dem neokeynesianischen Ökonomen Minsky), der sich dadurch auszeichnet, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt aus den laufenden Einkommen noch nicht einmal mehr die Zinsen bezahlt werden können, was für die Bank nur dann akzeptabel ist, wenn die Preise für die Waren, die als Sicherheit dienen, weiter ansteigen, wie dies eben für Häuser angenommen wurde. Stand zu Beginn des neuen Jahrtausends der Immobilienboom in den USA noch ganz im Schatten des Booms der Aktienkurse, so setzte sich nach dem Platzen der New-Economy-Blase der Anstieg der Immobilienpreise in dramatischer Weise weiterhin fort. Und das hatte rein gar nichts mit den Baukosten zu tun, auch die Mietpreise blieben hinter dem massiven Anstieg der Immobilienpreise zurück, eher schon spielten neben dem dargestellten immanenten Mechanismus der Verschuldung die Erleichterungen zum Erwerb von Immobilienkrediten seitens der US- Regierung und der FED eine initiierende Rolle für die rasante Entwicklung des Subprime-Hypothekenmarktes, der im Übrigen oftmals der einzige Weg war, über den arme US-Bürger einen festen Wohnsitz erhalten konnten. Auch im letzten Boom blieb allerdings das Heim vieler US-Amerikaner nur der Wohnwagen. Es war die besessene Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten für verleihbares Geldkapital und die damit in Verbindung stehende Neuregulierung des Finanzsektors durch den Staat, die die Verschuldungsspiralen forcierten, indem sie sie potenzierten, solange es den Banken zudem möglich war, die Schulden in kleine Einheiten zu stückeln und qua Verbriefung zu rekombinieren, bis die Schulden scheinbar im Niemandsland verschwunden waren, aber dies hatte doch einen ganz entscheidenden Nachteil: Die Schulden existierten in einem Paralleluniversum, dem Raum der Gläubiger, durchaus weiter. Das gesamte Verschuldungsprozedere war auch deshalb möglich geworden, weil die Banken sublime Technologien bzw. formalisierte Modelle entwickelten und auch einsetzten, um die Kreditnehmer nach ihrem sog. Default-Potenzial bzw. ihrer Insolvenzfähigkeit zu kategorisieren, zugleich bei der Vergabe von Kreditkarten ein Verfahren der Inklusion in Gang zu setzen, das die Unterteilung der Kreditnehmer in hierarchisch angeordnete Gruppen beinhaltete, um auf Basis dieser Verteilungsmuster die entsprechenden Zinssätze festzulegen. Dabei wurde nach Kreditnehmern der niedrigsten Kategorie, die höchstwahrscheinlich niemals pünktlich zahlen würden und denen man gerade deshalb höhere Zinsen abverlangen konnte, geradezu gefahndet, wobei im Insolvenzfall zumindest mit der zukünftigen Steigerung des Preises der Immobilie, auf die der Kreditnehmer eine Hypothek aufgenommen hatte, gerechnet wurde. Allerdings zeichnete sich schon zu Beginn des Jahres 2006 ab, dass der Anstieg der Immobilienpreise sich so nicht mehr fortsetzen würde, gleichzeitig hatte die Belastung der privaten Haushalte durch den Schuldendienst immer weiter zugenommen und damit die Fähigkeit zur Bedienung neuer Kredite abgenommen. Die Leerstände von Häusern nahmen folgerichtig zu wie auch die Verschuldung nicht zurückging.

Foto: Bernhard Weber

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