EconoFiction, PhiloFiction

My Big Short. Ein Stück über den Weltkulturkapitalfinanzmarkt. Oder: Was ist eine wissenschaftliche Arbeit? Aporien und Problematiken eines nachbourdieuischen Zeitalters.

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26 Sep , 2016  

 

Die folgenden Erwägungen erheben nicht einmal ansatzweise Anspruch auf eine wie auch immer erschöpfende Behandlung des Themas kultureller Finanzmärkte. Sie wollen stattdessen mit einer gewissen Gnaden- wie Hilflosigkeit zeigen, dass sämtliche sozioökonomischen wie -anökonomischen Formen von der Warenform über die Wertpapierform und die Finanzmarktform bis hin zu sämtlichen Formen der so genannten “Finanzprodukte” und noch darüber hinaus von allen Signifikanten/Objekten/Variablen usw. besetzt werden können – und welche gewaltigen Konsequenzen daraus resultieren. Es handelt sich dabei gerade nicht um eine Ökonomisierung des Sozialen unter der Herrschaft der Warewerdung/Kapitalwerdung/Derivatwerdung usw. – kurz: jeder Formwerdung – für das ökonomische Kapital, sondern umgekehrt um die Anökonomisierung des Ökonomischen selbst durch die Warewerdung/Kapitalwerdung/Derivatwerdung usw. – kurz: jeder Formwerdung – für das kulturelle Kapital und beweist damit in einem innerhalb der Foraminiferderalogie verortbaren Platz, genauer dem 7. Buch des FORS-Programms, dass sich nach und nach Diskurse entwickeln werden und müssen, die an Tragweite und Komplexität jenen des ökonomischen Kapitals in nichts nachstehen, was angesichts der (von uns weder geteilten noch einfach hintergehbaren) Narrativierung mehrerer Hundert Jahre Auseinandersetzung und Wandlung des ökonomischen Kapitals die ultraextremen Dimensionen erkennen lässt, die diesem Text wie überhaupt dem FORS-Project zugrunde liegen.

Die schiere Bedeutungslosigkeit der hier dargetanen Erwägungen lässt sich sodann vor allem auch daran ermessen, dass das von Bourdieu eingeführte kulturelle Kapital nur eine einzige weitere Kapitalform von quasi-unendlich vielen gewesen sein wird, die bereits bei Bourdieu mit dem Auftritt einiger weiterer, letztlich lächerlich weniger anderer Kapitalformen (soziales Kapital, symbolisches Kapital usf. …) eine erste entscheidende Vervielfältigung erfahren haben, die gar nicht weit genug in immer weitere Extreme getrieben werden kann.

So ließen sich bspw. Arbeiten zum sexuellen/erotischen Kapital anfertigen und ausbreiten (sofern die Kapitalformen differenziert werden können, was auf das siebte Axiom der Unvollständigkeit des FORS-Programms verweist), die die Straßenprostitution als OTC-Handel; die Bordelle, Lovehotels, Massage- und Saunaclubs etc. als sexuelle Börsenplätze bzw. Banken; die “sexuelle Dienstleistung” als sexuelles Wertpapier (samt der Problematik, was eine sexuelle Handlung überhaupt ist und damit ein sexuelles Wertpapier); die Differenzierung sexuell-erotischer Spielarten (AV, BDSM, Natursekt usw. …) als sexuelle Finanzprodukte; Zuhälter(*innen)/Sklavenhändler(*innen) und Etablissmentbetreibende als Sexualtradende/Sexualbroker*innen/Sexualmakler…, die Lust/Unlust-Bewegung als allumfassende Un-/Wertver(un)wertung des Sexualkapitals; diverse (u.a.) Internetsexforen als Ratingagenturen und der Bereich der Pornographie als Derivatehandel des Sexualkapitals ausarbeiten. Doch solcherlei Explikationen liegen für den Moment nicht in meinem vorwiegenden Interesse, da die FORS-Simulation diese kulturellen “Produktionsbereiche” zunehmend dadurch automatisiert haben wird, dass sich durch weltweite Kulturarbeitsteilung andere Personen (z.B. Bourdieu, NON, Finanzmarktliteratur und mich Lesende aus dem Bereich der Sexarbeit) finden lassen werden, die diese Kulturwarenproduktion vorantreiben und übernehmen. Entscheidend ist hier viel mehr, dass jedwede sozioan-/ökonomischen Formen jene Verallgemeinerbarkeit aufweisen, die ihnen konsequenterweise von der Foraminifederalogie zugestanden werden. Anstatt also Probleme zu lösen gilt es, neue Probleme zu schaffen. So entspricht die Textform des hier vorliegenden kulturellen Wertpapiers dem eines Kulturderivats, das keinen Basiswert (Underlying) mehr besitzt, sondern nur die verzeitlichende Ableitung anderer Ableitungen ohne letztinstanzliche Sicherheit oder Ursprung unter Zugriff auf ein Kommen (von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) sein kann – und das klassisch noch als Präsenzmetaphysik (und von uns in Zukunft als Abszenzmetaphysik) zu verstehende Underlying seinem Status als Grundlage eines Derivats beraubt. Wenn es je etwas gegeben haben wird, was Derrida wirtschaftstheoretisch geleistet hat, dann ist – um in vertrauten Artikulationsweisen zu bleiben – das diese Zerstörung des transzendentalen Signifikats bzw. Signifikanten des Underlyings, die für uns für die Ausdehnung der Derivatform auf alle Signifikanten/Leeren/Variablen/Sektionen etc. von kulturkapitaler Bedeutung gewesen sein wird.

Die Prämisse dieses Papiers ist daher eine sehr ungewöhnliche: Es geht von vornherein davon aus, eher falsch als richtig, eher unzureichend als irgendwie ausreichend zu sein.

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Subplement (Traum einer Kulturspekulantin)

Mein Traum ist es, den Big Short des Kulturkapitals zu landen. Mit einem kulturkapitalen Leerverkauf die gesamte Epistemologie der Welt auszuheben und im Abgrund zu versenken. Ich meine, stell dir vor, Short, Leere, Kürze. Das ist die Sprache der Nekonstruktion. Das wird sie werden.

Was also wäre ein Leerverkauf im Kulturkapitalmarkt, ein Kulturkapitalleerverkauf?

Zuerst einmal wäre dieser eine Epistemologie, die noch keinen Wert, will heißen: keine Bedeutung hat. Eine noch nicht eingetretene, nicht aktualisierte Epistemologie. Eine Erkenntnis, die zwar verkauft wird – und verkaufen bedeutet hier: von der andere erfahren -, aber die noch nicht untermauert wurde, die sich also noch nicht aktualisiert/symbolisiert hat, sondern vor allem allzu virtuell/real existiert. Was nun passiert ist, dass ich als Kulturkapitalleerverkäuferin auf den Eintritt eines singulären Ereignisses spekuliere – nämlich den Eintritt, die Formulierung, die Untermauerung einer Erkenntnis von extremst gigantischer Bedeutung (Kulturkapitalwert), doch die zugleich sehr unwahrscheinlich bleibt. Da ich die einzige oder fast die einzige bin, die vorher darauf spekuliert haben wird und sonst niemand, werde ich zu jener Zeit, zu der es (mir oder wem anders) gelingt, die Erkenntnis (das Kulturkapital) zu erzeugen, auf das ich spekuliert habe, eine Weltfinanzkrise des Kulturkapitals, eine alles mit sich reißende Epistemologiekrise, Bildungskrise, Wissenskrise, Universitätskrise, Symbolkrise auslösen, die Millionen von Intellektuellen, Wissensarbeiter*innen, Lehrenden, Dozierenden, Lernenden ihr Kulturkapital in inkorporierter, objektivierter und institutionalisierter Form entwertet, sie epistemologisch verschuldet, sie sozusagen Pleite gehen lässt und mich zur ultimativen Inhaberin eines neuen Wissens, eines neuen Kulturkapitals macht, welches von nun an alle haben wollen, weil sie es brauchen um auf den Kulturkapitalfinanzmärkten der Welt überleben zu können und das ich deshalb zu Höchstpreisen verkaufen kann (das also nur sehr schwer erfahrbar bleibt).

Bei der Erkenntnis (dem Kulturkapital), die erzeugt werden möchte, handelt es sich um den verallgemeinerten Minderwert. Wenn also das Gesamtkulturkapital in seiner Bedeutung/seinem Wert abnimmt, auf welches ich ja gerade gewettet habe, gewinne ich durch den Kulturkapitalleerverkauf gigantische Massen an Kulturkapital. Der Preis (die konstellative Bedeutung) des gegenwärtig-bisherigen Kulturkapitals ist gefallen, während ich (fast) die einzige bin, die Anteile am neuen Kulturkapital (der neuen Epistemologie) hält und gerade genau auf den rapiden Preisverfall des Kulturkapitalweltmarktes bzw. bestimmter kultureller Teilmärkte spekuliert hat. Ich verkaufe die Erkenntnis/das Wissen, das heißt, mache sie erfahrbar, um andere Erkenntnisse und Wissen zu de-/generieren. Der Preisverfall besteht also gerade darin, den verallgemeinerten Minderwert eingesetzt zu haben, der eine Verminderung/Leerung der gesamten Welt bedeutet. Der Preis (die Bedeutung) des bestehenden Weltkulturkapitals ist gefallen und ich habe genau darauf gewettet. Das ist mein kulturkapitaler Big-Short. Das wird er sein.

Ich spekuliere auf einen kulturkapitalen Big Short. …

Landschaftsbilder kultureller Finanzmärkte

Das Kulturkapitalwertpapier und seine Märkte

Hochschulen – besonders Universitäten – organisieren dabei die Börsen der Kulturkapitalfinanzmärkte schlechthin. Sie bilden die institutionalisiert(est)en Orte der Kulturkapitalwertpapiermärkte, deren Verwaltung, Normierungspraxis und Kombinationsort von Kaufenden (Lernende, Schüler*innen, Angestellte) und Verkaufenden (Lehrende, Dozierende, Professuren). Ein jedes wissenschaftliches Paper ist ein kulturelles Wertpapier, ein Wertpapier des Kulturkapitals, weshalb der Kulturfinanzmarkt eine ungeheure Kulturwertpapiersammlung darstellt. Es besitzt Zeitverhältnisse (standardisierte Laufzeiten der Studiengänge, der Projektfinanzierungen, der Lehrstellentätigkeit usw.), Zinssätze (An-/Erkennungsweiten einer kulturellen Bedeutung/Erkenntnis), … Zudem muss es nicht zwingend die Form eines Printbuchs/Printartikels oder Ebooks/E-Artikels annehmen, sondern kann eine Skulptur, ein Theaterstück, eine Computersimulation, ein Film, ein botanischer Garten, eine medizinische Operation, eine Performance, eine Marketingstrategie, ein Gefühl, ein gereinigter Raum, eine Pose, ein Kunstwerk, eine Formel, eine Erfindung oder sonst irgendein beliebiger materieller oder immaterieller Gegenstand oder Handlung sein, obgleich die kulturellen Wertpapierformen des Printbuchs/Printartikels und Ebooks/E-Artikels nach wie vor eine gewisse Vorherrschaft (und sodann die Printformen eine solche gegenüber den E-Formen) in den Kulturkapitalfinanzmärkten besitzen. Allerdings weist sich die Bedeutung (der Kulturkapitalwert) eines jeden kulturellen Papiers als unrestituierbar prekär aus, da dem Kulturkapitalwertpapier sein Status als solches durch die Problematik abgeht, dass die Frage, was ein wissenschaftliches Paper, eine wissenschaftliche Arbeit ist und was nicht, uneinholbarer Erschütterung, Krise und Historizität, also schlichtweg kulturellen Aktualisierungs-Virtualisierungs-Verschaltungen bzw. den Bewegungen von Actuvirtualität und Artefaktualität (Derrida) unterliegt, die andauernde Formwechsel zwischen Kulturware und Kulturgeld, zwischen Medialisiertem und Medium, zwischen Vermitteltem und Vermittelndem vollziehen. Der OTC-Handel des Kulturkapitals als zuvorderst außerhochschulischer Wertschrifthandel zeichnet sich deshalb u.a. durch zumeist fehlende Namen der Autorschaft, die Kürze der kulturellen Wertschrift, fehlende Anrufung kanonisierter Autoritäten, nicht vorhandene Zitationen und Quellen respektive Literaturverweise, Internetblogformen (bei/auf Tumblr, Facebook, Twitter, Instagram…), die Verwendung der Ichform, fehlende ISBN, nicht selten “einfache Sprache”, lose Textformation und der Zuschlagung eines kulturellen Papers zum Bereich der (auch aus rassistischen Gründen) so genannten “grauen Literatur”, der (auch klassistische Implikationen tragenden) “Trivialliteratur”, der (auch aus sexistischen Hintergründen konnotierbaren) Hexerei/Magie/Esoterik, der (auch aus klassistischen wie ageistischen Gründen so gestalteten) niederen Bildungsinstitutionen, des Privaten oder des Alltagslebens aus, wobei letztere beiden in besonderem Maße die Gewalt des kulturellen Produktionszentrismus gegenüber der kulturellen Reproduktionssphäre berühren und die Abspaltung dieser aus dem wirtschaftlichen Bereich jeder Kapitalform von Grund auf als einen sexistischen Gewaltakt ausmachen. Die Frage, was ein kulturelles Wertpapier ist, gestaltet sich daher als genauso unabschließbar kompliziert wie die Frage nach der Existenz/Institutionalisierbarkeit/Verschriftlichung des ökonomischen Wertpapiers.

Es existiert also eine symbolische Finanzialisierung oder Kapitalisierung für das weltweite Kulturkapital, deren Ursprünge jedoch keinem Narrativ einer tempistischen Monotemporalität (Einzeitlichkeit) folgen können wie diese fälschlicherweise gerne für die Geschichtsschreibung des ökonomischen Kapitals bemüht wird, sondern die Institutionalisierung und Deinstitutionalisierungsweisen verschiedenster Kulturkapitalformen und Kulturkapitalanlagen in verschiedensten Räumen und Zeiten berücksichtigen müssten und in gewisser Weise immer schon in actu funktionieren, das heißt mit dem Erscheinen des Kulturkapitals in seiner einfachsten Form (Glaubensbekenntnis, Ritual, Auszeichnung, Abschlussarbeit, Dissertation, Promotion, Professur) wie seiner frühesten Form (Schriftzeichen, Alphabet, Bild, Gegenstand, Werkzeug, Bewegung) einhergeht.

Die verschiedenen Glaubensrichtungen (Pragmatismus, Kritische Theorie, Poststrukturalismus, Hermeneutik, …) der Wertpapierwelten des Kulturkapitals, die sich in sich immer weiter ausdifferenzierende Bereiche des Kulturkapitalwertpapierhandels zerteilen, stellen nicht nur die Anlage-, Investions- bzw. Spekulationsstrategien am kulturellen Weltfinanzmarkt dar, die in den aufgefächerten Teilmärkten (von Philosophie über Psychoanalyse bis Physik) des kulturellen Finanzmarktes agieren, deren mindester Gegensatz sich zuletzt lange als der zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften charakterisiert findet, sondern verkörpern selbst multinationale Kulturkapitale, die als institutionelle Anleger in Gestalt eines dezentralisierten Netzwerkes agieren und aufgrund ihrer Größe bzw. Bedeutung besondere kulturelle Rechte wie Zugriffsmöglichkeiten beanspruchen können. Institute, Labore, Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Cluster, aber auch Kunsthäuser, Schauspielbühnen und Unternehmen wiederum gruppieren sich in diversifizierte (und zukünftig näher zu untersuchende) Kulturkapitalaktiengesellschaften, Pensionen und Versicherungen, in denen sich Einzelkulturkapitale mit differenziellen Settings an Verbindungs-Entbindungs-Beziehungen samt oder ohne Mitbestimmungsrechten investieren und in der irreduziblen Situation des kulturellen Agonismus (der kulturellen “Weltmarktkonkurrenz”) gegeneinander antreten um dominante Stellungen auf den Kulturfinanzmärkten einzunehmen, zu sichern und zu gewinnen.

a.) Festverzinsliche Kulturwertpapiere: sind all solche, die eine oder mehrere zeitliche Deadlines besitzen, bis zu der bzw. denen ein Kulturkapital eine bestimmte Menge an Kulturzinsen zahlen, das heißt Erkenntnisse/Wissen erbringen muss. Beispiele dafür sind standardisierte Studiengänge (mit festem Lehrplan), die zu bestimmten Terminen Pflichtklausuren, Vorträge, Referate, Abschlussarbeiten etc. verlangen und bei Nichterfüllung zur Sanktionierung oder Kündigung der Kulturkapitalaufnahme führen oder Deadlines für Beiträge zu einer (thematisch festgesetzten) Buch- oder Journalveröffentlichung.

b.) Variabel verzinste Kulturwertpapiere: sind all solche, die keine festen zeitlichen Deadlines besitzen, bis zu der bzw. denen ein Kulturkapital eine bestimmte Menge an Kulturzinsen zahlen, das heißt Erkenntnisse/Wissen erbringen muss. Beispiele dafür sind nicht-standardisierte Studiengänge (ohne festen Lehrplan), die ohne feste Termine Klausuren, Vorträge, Referate, Abschlussarbeiten etc. verlangen und bei Nichterfüllung zu keiner Sanktionierung oder Kündigung der Kulturkapitalaufnahme führen oder Veröffentlichungen auf Plattformen und in Kontexten mit freier Wahl des Veröffentlichungszeitpunktes (z.B. academia.edu).

c.) Unverzinste Kulturwertpapiere: sind all solche, die keine Kulturzinszahlungen verlangen, wie z.B. autonome Tutorien, bestimmte Lerngruppen oder öffentliche Vorträge.

d.) Kombinationen aus den drei vorgenannten Kulturwertpapierarten.

Festverzinste Kulturanleihen:

Variable verzinste Kulturanleihen:

Blasenbildung und De-/Akkumulationskrisen der kulturellen Re-/Produktion

Paradoxerweise hat das Weltkulturkapital das ungelöste Problem, dass die Volumina der kulturellen Bedeutungs- bzw. Wissensproduktionen der Weltfinanzmärkte des Kulturkapitals im außerhochschulischen Bereich respektive dem OTC-Handel die Kulturkapitalvolumina des an den offizialisierten kulturellen Börsen (Privatunis, Staatsunis, freie Unis, Fachhochschulen, Kunst-, Film- und Musikhochschulen usw.) konstellationierten Wissens wesentlich um ein Vielfaches übersteigen bzw. übersteigen werden – je nach Anlagenbereich -, sodass eine Anerkennung des heutzutage außerhochschulischen, nicht-institutionalisierten Kulturkapitals den Zusammenbruch des gesamten Bildungssystems und der in ihm aktualisierten Kulturkapitalbestände nach sich zöge, was freilich auch zuvorderst die Kulturfinanzmärkte betrifft.

Obgleich grundsätzlich die wirtschaftliche Blase entgegen vorherrschender Auffassungen keine Abform des An-/Ökonomischen, sondern tatsächlich deren Urform in Variation wie Abweichung einer differenzierenden Leere von sich selbst als differenzierender Leere und damit eine wirtschaftliche (negative) différance bezeugt, hat sich aus dieser vorbeschriebenen Konstellation verschiedener hochschulischer und außerhochschulischer Kulturkapitale eine historisch einmalige kulturelle Blase am Weltkulturfinanzmarkt herausgebildet, deren Platzen (das genau genommen die Artikulation eines tödlichen Verlangens nach einer Neuvernetzung und Neubewertung der kulturellen Aktualisierungs-Virtualisierungs-Verschaltungen der disversalen Kulturkomplexionen wiedergibt) gewaltigste Massen an Kulturkapital (Inkorporationen, Objektivationen, Abschlüsse, Titel, Dozenturen, Professuren) entwerten wird; ein Geschehen, das mit der weltweiten Krise der Hochschulen samt deren Unterordnung kultureller Re-/Produktionen unter ökonomische Re-/Produktionen bereits begonnen hat und die kommenden Jahre nochmals einen niemals zuvor da gewesenen Ausbruch zeitigt, dessen zwei mögliche Enden entweder in der Eliminierung der Vorherrschaft der fast die gesamte kulturelle Re-/Produktion bestimmenden hegemonialen Weltäquivalenzkette oder der fast endgültigen Auslöschung der durch und durch existenziell bedrohten wie ausgebeuteten subalternen Weltäquivalenzkette besteht. Schließlich repräsentiert die Gesamtheit des heutzutage akkumulierten Kulturkapitals in sich die Überakkumulation der hegemonialen Weltäquivalenzkette in der Kulturre-/produktion selbst, von der die subalterne Weltäquivalenzkette fast gänzlich ausgeschlossen ist und jenen Mangel an Kultur, jene Kulturarmut, jene kulturelle Unterakkumulationskrise konstituiert (und die mit etwas konvergiert, was einst Foucault als verworfenes Wissen bezeichnete), die die Krise der kulturellen Re-/Produktion der hegemonialen Weltquivalenzkette ausmacht und die Vernichtung der subalternen Weltäquivalenzkette seit jeher exekutiert. Solch eine gewaltige Konstellation kann nur durch die Umsetzung eines Bedingungslosen Grundbesitzes (kurz: BGB) an ökonomischem Kapital “geglättet” werden, welche spezifisch zugleich Bedingungslose Grundeinkommen an Kulturkapital (“Bildungsmöglichkeiten” in allen Kulturmarktsektoren für alle subalternen Dispositionen/Differenzen/Teilmengen usw.) – näher vor allem die Institutionalisierung von derzeit noch nur in inkorporierten und objektivierten Zuständen existierenden kulturellen Eigentumstiteln – wie allgemein Bedingungslosen Grundbesitz an allen Kapitalformen zur Folge haben muss. Letzteres bedeutet nichts geringeres als eine schlagartige wie prozessuale Neukonstitution des Weltraumes wie der Weltzeit selbst, die u.a. auch juridische Ordnungen (Rechtsformen), mediale Ordnungen (Medienformen), politische Ordnungen (Partei- und “Staats”formen), sexuelle Ordnungen (Sexualformen) usw. anbelangt.

Nicht unähnlich der Gemengelage der ökonomischen Re-/Produktion, findet sich das Problem komplett fehldiagnostiziert vor, wenn analytisch einfach nur auf fehlendes Kulturkapital rekurriert wird, was absurderweise zu immer höheren Kulturakkumulationsintensitäten in immer kürzeren Zeitintervallen führt (mit dem regulativen Ideal eine zeitlose göttliche Allwissenheit zu erreichen, in der Zeit und Raum miteinander wie mit sich selbst verschmelzen), die einen rapiden Fall der allgemeinen Kulturprofitrate hervorbringt, welche Massen an wertlosen Kulturwaren zurücklässt, die keine Erkenntnis, keine Prokreation und keine Kulturrenditen mehr zu finden wissen, die sich also – anders gesagt – am kulturellen Weltmarkt nicht mehr absetzen können, da in ihnen eine kulturelle Redundanz vergegenständlicht ist, welche in den Relationsverhältnissen der disversalen Kulturkomplexion bei der Bildung von Kulturdurchschnitten in den verschiedenen Segmenten, Bereichen, Teilmärkten und Re-/Produktionszweigen – oder wie wir negativ zu differenzieren wissen werden: Leeren, Abgründen, Tiefen, Foraminifederationsteilen, Foraminifederationen und Disversionen – keine über den Durchschnitten liegende Erkenntnis zu kreieren wissen, obgleich die Logik jeglicher destineränziellen Durchschnittsbildung jeder Kapitalform eine Metaphysik regiert, die auf die Etablierung und Erhaltung des destineränziellen Mehrwerts bzw. Profits der hegemonialen Weltäquivalenzkette zielt um sich als Konstitution einer Mehrheit von Mehrheiten im Weltraum qua Elidierung oder Eliminierung der “Mehrheit” der Minderheiten (die nontologisch gesehen keinerlei Mehrheit mehr bildet, sondern eine Minderheit von Minderheiten als “Mehrheit” eben dieser Minderheiten) zu dispositionieren, sich also raumzeitlich einzuschreiben. Der fundamental epistemologische Konstruktionsfehler rührt ähnlich wie in der ökonomischen Re-/Produktionsphäre hingegen daher, dass die als außerwirtschaftlich konstituierten Gesellschaftssphären der kulturellen Raumzeitbildungen als “unproduktiv” erscheinen, da der kapitalistische Verwertungsmechanismus der destinerrance auf einer Reihe von historischen Reduktionismen und Zentrismen beruht, die alle Kapitalistizität ihrem Erbe nach als totalitär identifiziert und nur durch die Entgrenzung des (kulturellen, ökonomischen, sozialen, zeitlichen usw.) Arbeitsverständnisses (was Derridas Konzeptionierung der Trauerarbeit bereits analytisch, aber leider noch nicht “wirtschaftspolitisch” leistet), einer höchst differenzierten und in quasi-unendliche Tiefe delegierbaren sowie aufeinander bezogenen kulturellen Wertschöpfungs- und -vernichtungsmöglichkeiten unter Wahrung von qua BGEs und BGBs umgesetzten “Marktgleichgewichtsrelationen” (die faktisch Ungleichgewichtsrelationen darstellen, insofern die Ungleichgewichte durch Ungleichgewichte geglättet werden ohne jemals glatt zu sein und somit überhaupt ein Gleichgewicht herstellen zu können), der Etablierung eines kulturellen Minderwerts (der sogar noch gegen Derrida und gegen Marx sowieso zu fundieren bleibt) weshalb ein BGB des Kulturkapitals und ein BGB des ökonomischen Kulturkapitals…

KMK ist in Deutschland Aufsichtsbehörde

Literaturclubs,

Sozioan-/ökonomische Un-/Gleichgewichte und differenzielle Ex-Appropriationen

Was hier in ersten zarten Bewegungen bezüglich der Finanzmärkte des Kulturkapitals dargelegt wurde.

 

Das Kulturbankenwesen

Das Kulturbankenwesen unterscheidet sich vom ökonomischen Bankwesen teilweise erheblich, spielt jedoch auch für die Kulturkapitalfinanzmärkte eine wichtige Rolle. Je nach Subform des Kulturkapitals, gliedert sich das Kulturbankenswesen in Bibliotheken, Antiquariate, Galerien und Museen. Das System der Banken des Kulturkapitals gestaltet sich dabei oft mehrteilig und weit verzweigt. So spaltet es sich in private Kulturgeschäftsbanken in Form freier Retailer (wie bspw. im deutschen Kontext Medimops und das noch stärker auf anderen Kapitalformmärkten aktive ReBuy) einerseits und zahllose kleinere Privat- und Gemeinschaftsbibliotheken bzw. -antiquariate (ZVAB, Eurobooks…) wie zudem größere Ketten (Thalia, Hugendubel…), welche ebenfalls oft auf weiteren Kapitalformmärkten agieren und Mischformen aus Kulturinvestmentbanking (das oft den Kulturbörsengang neuer Hochschulen kulturell mitfinanziert) instituieren, demnach also den Status schriftlich-symbolischer Universalbanken (zu denen u.a. auch Global Player wie Alibaba mit Hauptsitz in China und Ebay sowie Amazon mit Hauptsitz in den USA gehören) einnehmen. Als Aufsichts- bzw. Oberbehörden der nationalen Kulturfinanzmärkte fungieren häufig Nationalbibliotheken, Nationalgalerien und Nationalmuseen, deren politische Agenda vor allem in der symbolisch kodifizierten Kulturstabilität durch Identifizierung, Ordnung, Differenzierung, Verwahrung und Verwaltung des Kulturellen (der hegemonialen Weltäquivalenzkette) besteht. Ähnlich wie die ökonomischen Banken, unterliegt dieser Teil des Kulturbankensystems einem sehr problematischen historischen Erbe, welches spezifische kulturelle Klassenherrschaftsfunktionen (Popmusik vor Punkmusik, Heterokultur vor Homo-/Bi-/Multi-/Pan-/Queerkultur usw.) immer noch in Form einer neutralistischen Verkleidung historisch zu verschleiern vermag und im wesentlichen der Wahrung der Herrschaft der hegemonialen Weltäquivalenzkette respektive den dominativen Teilen einer jeden Differenz/Variable/Dichotomie/Opposition usw. dient.

Eine Regulierung der Kulturgeldmengen hingegen obliegt vor allem auch dem Publikationssystem.

Eine schier unüberblickbare gigantische Publikationsmegamaschine aus zuvorderst Verlagen, freien Zeitschriften und Magazinen mit mehr und minder starken Anbindungen an Hochschulinstitutionen bilden die kulturellen Fonds und Kulturaktiengesellschaften, die oft eine große Risikostreuung und professionalisierte Fondmanagements in Form von Peer-Review-Installationen inhärieren, wobei sich das Feld einerseits in solche mit einer schnellen Verfügbarkeit (Anzeigbarkeit/Erfahrbarkeit) des als Kulturwertpapier investierten objektivierten Kulturkapitals (Open-Access) und andererseits in solche mit beschränkter Verfügbarkeit desselben teilt.

Der kulturelle Primärmarkt für Neuemissionen steht

wikipedia als kulturbank

Aufgrund einer ungleich viel höheren Menge an kulturellen Währungen als dies bei den rund 80 Währungen des Ökonomiekapitals (Yen, Dollar, Euro…) der Fall ist, regelt das diffuse Geflecht themenspezialisierter Publikationsmaschinen (Verlage, Onlineportale, Organisationskörperschaften verschiedenster Coleur) in gleichsam hochstrukturierten wie unstrukturierten Assemblagen den weltweiten Geldmarkt der Kulturwährungen, der immer dann, wenn eine Kulturwährung sich durch Überangebote inflationiert (bspw. die Kulturwährung Monarchie in einer Demokratie) oder durch Unterangebote deflationiert (bspw. die Kulturwährung Demokratie in einer Monarchie)

Daneben existieren noch unregulierte Kulturkapitalfinanzmärkte wie den durch die neue Sci-Hub.org-Bank ins Leben gerufenen, derzeit wahrscheinlich größten kulturellen Schattenmarkt in niemals bekannten Ausmaßen mit hohen Ausfall- und Risikoquoten der Kulturwertpapierformen, der zahlreichste Kontroversen und erkenntnistheoretische Fragen in Bezug auf Infrastruktur, Kontrolle, Kulturwertpapieremission und Publikationsmaschinerie der – vor allem auf Bücher und Artikel beschränkten – Kulturfinanzmärkte aufwirft. Schon wesentlich regulierter, aber auch diversifizierter arbeitet die Onlinekulturbank archive.org.

(x) Grundsätzlich – und das macht die Komplexität wie die Faszination des Bankensektors der kulturellen Re-/Produktion aus – befindet sich jeder Signifikant, jede Leere, jedes klein a, jede Variable, jede Disposition usw. immer schon in Kulturgeldform, aber auch in Kulturwarenform, weshalb ein genaueres Verzeichnis des Kulturbankensystems noch aussteht und große Anstrengungen erfordern wird. Andererseits lässt sich bereits heute schon auf dieser Grundlage sagen, dass verschiedene Währungen einer jeweiligen – negativen – Differenz ein ausbalanciertes Verhältnis gegeneinander haben müssen, aber ein unbalanciertes Verhältnis in sich selbst haben können, um totalitäre Strömungs-Bildungen der Kulturkapitalform, also Kulturstagnationen und De-/Akkumulationshemmnisse zu verhindern.

Ratingagenturen des Kulturkapitals

Die Landschaft der Kulturratingagenturen teilt sich in nationale und internationale Akteure. Sowohl die Ratings bzw. Ratingssysteme als auch die Zeitintervalle verhalten sich gegenüber den ökonomischen Ratingagenturen different, obgleich sie mit diesen ihre historisch entstandenen verschleierten Herrschaftsfunktionen teilen, insofern sie in Verfolgung ihrer eigenen Kulturkapitalinteressen sich als transzendentale, über den Kulturmarktverhältnissen stehende Institutionen mit kulturunternehmerischen Zielen zu positionieren versuchen. …

Che-Ranking der Bertelsmann-Stiftung

 

Das Kulturzinssystem Fiktives Kulturkapital

Entgegen den Funktionsweisen des ökonomischen Zinses, arbeitet das kulturelle Zinssystem fast vollständig vom ökonomischen Zinssystem verschieden, weshalb es lange Zeit so unwägbar schien, die Zinsproblematik auch in anderen Kapitalformen als der des Ökonomiekapitals korrekt verorten zu können. Zuvorderst liegt der größte Unterschied darin, dass die Kette des Schuldner-Gläubiger-Verhältnisses nicht “eindimensional”, also mit sehr kurzer Distanz verschaltet ist, sondern der Zins über mehrdimensionale bis hin zu extrem vieldimensionalen Verkettungen/Verschiebungen gezahlt wird und oft weitergehend keiner Beobachtbarkeit unterliegt. Die Organisierung von Zinszahlungen, deren Analytik wie Praxis nach wie vor unter der Ägide des Verständnisses von positivem/negativem Zins auf kulturellem Surplus basiert, erfolgt daher meist nicht unmittelbar verkettet, indem ein Schuldner einem Gläubiger symbolisch Kulturzinsen in Form von Wissen/Erkenntnis/Erfahrung zahlt, sondern die Zahlung wie die Fälligkeit von Kulturzinsen über mehrere, überwiegend nicht zählbare bzw. abgezählte Stationsverschiebungen und Terminfälligkeiten einer sich scheinbar ins Endlose verschiebenden/verschaltenden Zinsverkettung erfolgt, in der der Kulturzins auf Kulturkapital also nicht nur an eine Stelle oder Person auf der Gläubigerseite wandert, sondern auf verschiedene Stellen und Personen auch zu verschiedenen oder gleichen Zeiten verschiedene Teile des Kulturzinses verteilt. Der Metrismus des Ökonomiekapitals, der schon bei selbigem sein Versprechen auf die Garantie diskreter unbeweglicher Werteinheiten nicht einhalten kann, findet daher in der gesellschaftlichen Organisation des Kulturkapitalzinses ein weiteres mal eine Schranke durch Kontingenz und Unberechenbarkeit vor, die sich zwar mit den zukünftigen Mutationen der kulturellen Zinsbewirtschaftung von Kulturkapitalen, Kulturwertpapieren und Kulturkrediten anders verschränkt, doch trotzdem das metristische Versprechen einer mit sich selbst übereinstimmenden Un-/Werteinheit niemals einzulösen im Stande sein kann.

Wenn demnach

Lehrende nehmen dabei oft

Genau so wie Lernende oft als fungierendes Kulturkapital gesetzt sind, entfalten sich

 

Chartanalysen

Aufgrund der historisch-epistemologischen Unitarisierung des Wirtschaftlichen durch das Ökonomiekapital hat das Chartwesen der kulturellen Re-/Produktion eine andere Entwicklung vorzuweisen, die eher rudimentär über Auflagenstärken, Abrufzahlen, Zitationshäufigkeiten bzw. Symbolisierungsfrequenzen, Erwähnungsabundanzen, Erkennungsdichten, Zuweisungsrelationen und wechselseitigen Rekursionsmengen ablaufen. Die Aufzeichnungs- und Verzeichnungstechnologien haben dabei für das Kulturkapital historisch einen noch nicht so starken und auch eher dezentrierten Apparat der Chartierung ausgebildet, welcher oft erst mit großen Zeitverzögerungen in so genannten empirischen Studien öffentliche Verbreitung findet, wobei die Intensität der Differenzierung von empirischen Aufzeichnungsergebnissen die Intensität der Verbreitung korreliert.

Kulturelle Reproduktion

Als kulturell reproduktiv gelten alle Kulturarbeiten, die auf die Erhaltung des derzeitigen Kulturproduktionsniveaus, der Wiederherstellung und Regeneration der Kulturarbeitskraft sowie der Konstitution wie Erweiterung von Teilen der subalternen Weltäquivalenzkette zielen.

Nach wie vor übernimmt dabei die subalterne Weltäquivalenzkette den absoluten Großteil der kulturellen Reproduktion, die viele Generationen genialer Kulturschaffender ohne Bekanntheit und Anerkennung hervorgebracht hat, deren Lebenserwartungsraten signifikant kürzer ausfallen als die Lebenserwartungsraten der Angehörigen der hegemonialen Weltäquivalenzkette.

So kommt es auch, dass sowohl das Kulturkapital als auch die Kulturwertver(un-)wertungen der als kulturell reproduktiv geltenden und deshalb auch gar nicht als kulturkapitalrelevant konstituierten Tätigkeiten oft keine soziale, symbolische, zeitliche, ökonomische, sexuelle usw. Bezahlung erfahren, was im weiteren eine zeitliche wie räumliche Verdrängung situiiert, die wir als Tempismus/Tempozentrismus/Timeismus und als Roomismus/Spatialismus/Arealismus charakterisieren, wobei letztere drei umfassender zu verstehen sind als der Gentrifikationsbegriff und erstere drei bislang nahezu überhaupt keine Bezeichnung in seiner Herrschaftsfunktion kennt.

(x) An dieser Stelle sei nur mal als Beispiel der soziale Bereich der so genannten Fanzines angeführt. Obwohl in diesen – vor allem linken bis linksradikalen – Publikationen signifikante Volumina an Kulturkapital verhandelt und umgeschlagen werden und die ihnen zugehörigen Organisationsstrukturen wichtige Kulturhandelsplätze in die textuellen Kulturnetzwerke einspeisen, sind sie nicht als Teil der Kulturwertapiermärkte anerkannt und in diese integriert. Stattdessen unterliegen sie epistemologischen Verwerfungen, die auch einen Teil des kulturellen Währungskrieges modellieren, in dem die Kulturwährungen der hegemonialen Weltäquivalenzkette bislang zumeist als Siegerinnen hervorgehen können.

… und alles wieder in Zweifel ziehen: Zum ursprünglichen Konstruktionsproblem des Kulturkapitals

Die Ware-Geld-Beziehung des Kulturkapitals gestaltet sich als nicht minder vertrackt denn jene des Ökonomiekapitals. Wo Bourdieu weitestgehend voraussetzungslos die Kulturkapitalarten des inkorporierten, objektivierten und institutionalisierten Kulturkapitals voneinander unterscheidet und einführt, drängelt sich ein Problem, welches zukünftig noch an größerer Bedeutung gewinnen wird. Dieses betrifft die Währungssysteme der Benotung (samt ihren Währungsräumen, welche neben nationalen und internationalen Differenzierungen vor allem verschiedenste kulturfeld-, kulturthemen-, kulturanlage-, und kulturschriftspezifische Währungsräume konstituieren, die teilweise sehr komplizierte Verflechtungen miteinander aufweisen). Denn sobald wir beginnen zu fragen, wo jegliche Benotungssysteme, zumal die hochschulischen, im Kulturkapital anzusiedeln sind, also welche Rolle genau sie im Verhältnis zu inkorporierten, objektivierten und institutionalisierten Kulturkapitalen spielen, stoßen wir auf ein Problem, dessen analytische Bearbeitung noch aussteht. In dem Moment nämlich, in dem wir Noten – von welcher Art der Differenzierung, des Bezugs und der Berechnung auch immer – den Status eines Kulturkapitals, einer Kulturkapitalart zugestehen, rücken die anderen drei Arten des inkorporierten, objektivierten und institutionalisierten Kulturkapitals potenziell von der kulturellen Geldform in die Kulturwarenform, die vom so gewonnenen neuen Kulturgeld – den Noten – insgesamt vermittelt wird und auch alte Fragen bezüglich des Verhältnisses von Wert und Preis im Ökonomiekapital wieder in nunmehr kultureller Form aufwirft. Andererseits scheint es ebenso möglich, die ganze Angelegenheit genau umgekehrt zu betrachten und inkorporiertes, objektiviertes und institutionalisiertes Kulturkapital als vermittelnde Geldform zu verstehen, die die verschiedenen kulturellen Notensysteme entweder als vorwiegende Kulturwarenart der kulturellen Re-/Produktion (ähnlich der Einordnung und Thematisierung der Maschinen beim Ökonomiekapital) oder als nur eine von vielen Kulturwarenarten anzusehen. Anders gesagt, handelt es sich um die stets brüchige Unterscheidung zwischen kulturellem Sachkapital und kulturellem Geldkapital oder in etwas marxistischerer Diktion zwischen (Kultur-)Warenkapital und (Kultur-)Geldkapital. Das Geheimnis der Formwechsel währt deswegen schlichtweg in dem Umstand, dass kulturelle Wertpapiere (in der Kulturgeldform, also dem, was Verschiedenheiten vermittelt) andere Kulturwaren/Kulturgelder/Kulturwertpapiere zu ihrem Gegenstand haben können bzw. sogar müssen (womit diese folglich in Kulturwarenform rücken) und gleichzeitig selbst als Kulturwaren/Kulturgelder/Kulturwertpapiere Gegenstand anderer kultureller Papiere sind, was erstere gegenüber letzteren Wertpapieren wieder in Kulturwarenform wechseln lässt. Ein Formwechsel, in dem alle Elemente jedwede sozioökonomischen wie sozioanökonomischen Formen bewirtschaften, findet deswegen fortkommend bis ins Quasi-Unendliche statt. Trotzdem bleibt auch weiterhin zu unterscheiden zwischen Kulturgeld und Kulturwertpapier, die sich überhaupt nicht synonym zueinander verhalten, obgleich es natürlich einen Markt von auf Kulturgeld lautenden Kulturwertpapieren gibt, die sich bspw. auf Papers mit auf “Politischer Ökonomie”, “Sozioökonomie”, “Phantomologie”, “Neoklassik”, “Wirtschaftswissenschaft”, “Heterodoxie” usw. lautenden Kulturgeldern im Kulturwertpapierhandel aufteilen.

Die so beschriebene Formwechselfrage berührt folglich auch die Geschichte des Zeitraums des Bestehens des ökonomischen Kapitalismus und den unausweichlichen Komplikationen, den diese Diskussion seit langem entfacht, wodurch diese geschichtstheoretische Frage sich ohne Ende multipliziert: Wie alt ist der kulturelle Kapitalismus? Wie alt ist der soziale Kapitalismus? Wie alt ist der symbolische Kapitalismus? Und immer so weiter. Für die von uns formulierte Foraminifederalogie stellt sich diese Diskussion hingegen als eine des Kampfes zwischen relativen Wertformen und Äquivalentformen um die Vorherrschaft und Beherrschtheit der in relativer Wertform und Äquivalentform fungierenden Elemente/Variablen/Differenzen etc. heraus, deren geschichtliche Ausdifferenzierung von vermittelnden und vermittelten Formen (und nichts anderes beschreibt die Differenz relative Wertform/Äquivalentform bzw. die verschiedenen Wertformen bei Marx) die Foraminiferderalogie zu ihrem Gegenstand hat, was allerdings auch bedeutet, dass die Foraminifederalogie als Foraminiferderalogie sich selbst zum Gegenstand hat und was diese zukünftig durch die Herstellung eines Un-/Gleichgewichts aller sozioan/ökonomischen Formen abzulösen beansprucht, indem die Metaphysik von ökonomischer relativer Wertform und ökonomischer Äquivalentform (deren Zusammenspiel den ökonomischen Kapitalismus in Gänze konstituieren) als Metaformen aller sozioan-/ökonomischen Formen … zu nur … transformiert… werden.

 

Zur (negativen) Dekonstruktion der Hegemonietheorie von Mouffe/Laclau

Die bislang komplexeste Explikation dieses Problemgemenges formuliert die Hegemonietheorie von Mouffe/Laclau, deren metaphysischer Fixpunkt aus dem lacanianischen Erbe des leeren Signifikanten herrührt, welcher in der Hegemonietheorie potenziell alle Elemente in allen sozioan/-ökonomischen Formen abdeckt – außer der entscheidenden Formen der relativen Wertform und der Äquivalentform, in der insbesondere letztere als Universalisierung des leeren Signifikanten eine Metaphysik der Abszenz von Anwesenheit und Abwesenheit in Amt und Würden setzt, deren unübersehbares Kennzeichen die nicht vorhandene Differenz zwischen Anwesenheit und Abwesenheit in einer Leere ausmacht und somit alle Leeren der Welt miteineinander verschmilzt. Anders gesagt, bleibt jede Leere undifferenziert (es gibt nicht weniger als Nichts, keine Leerung von Leere, kein Mangel im Mangel, kein Außen des Äußeren usw.), womit Mouffe/Laclau diese Leere ohne Differenz bis in die letzten Höhen der Dekonstruktion des Marxismus und auch des Kapitalismus hineintragen, so dass sich im Zentrum der Sozialontologie / “Politischen Ökonomie aller Leeren” seit jeher die ungeteilte Massivität allen Nichts aggregiert und die so herrschende Abszenzmetaphysik die Ablösung des ökonomischen Kapitalismus verhindert. Solange also die zuletzt bei Mouffe/Laclau verallgemeinerte Differenz von Äquivalenzkette (=relative Wertform) und Hegemonie (=Äquivalentform) zugunsten der Hegemonie und damit einer Leere ohne Leere aufgelöst wird und diese Abszenzmetaphysik, welche das okzidentale Erbe vollumfänglich dominiert, unangetastet bleibt, hält diese die Foraminifederalogie in ihrem Fortkommen noch in Schach, welche von nun an die allgemeine Geschichte eines “Kapitalismus” in Bewegung setzt, welche mit dem Nichts beginnt und das keine Reinheit mit sich selbst als Nichts mehr aufweist, sondern den Minderwert als Abzug eines Abzugs von sich selbst samt aller seiner Submorphosen als quasi gen minus-unendlich verlaufende Verminderungsbewegung aller ökonomischen und anökonomischen Formen in Gestalt eines Pesipalismus (von lat. pes, Fuß; also nicht mehr eines Kapitalismus von lat. caput, Kopf) auftreten lässt und dessen “einfachste” Form sich durch das charakterisiert findet, was wir Foraminiferderation nennen und sich auf folgende Weise schreibt:

o
/ \
o  o

So markiert die Foraminifederation den Beginn des Zeitalters der negativen Differenz, deren Gramma sie ist und sozusagen von Anfang an alle Wertformen und Kapitalformen umfasst. Anders gesagt, sind Wertformanalyse (aller Leeren/Variablen/Signifikanten etc.) und Kapitalismusanalyse (aller Leeren/Variablen/Signifikanten etc.) gleichursprünglich und in der Foraminiferderalogie miteinander verschränkt. Wie genau werden wir später noch erörtern.

Exkurs: Rekonstruktion der Wertformen bei Marx
Anstatt sich entgegen der bestehenden Tradition damit aufzuhalten, eine finale und eindeutige Entscheidung für die Anzahl der Wertformen bei Marx durch akribische wie herumdrucksende Lektüren aller möglichen und unmöglichen Stellen in seinem Werk zu fixieren, machen wir uns gerade die Marx’sche Unentschiedenheit wie Unentscheidbarkeit in dieser Frage zu nutze um einen ganz anderen Entwurf zu wagen, der die Wertformen nicht rekonstruktiv-konstantiv zu zählen beabsichtigt, sondern dekonstruktiv-performativ verunzähligt. Hierzu gilt es sich klar zu machen, dass die marx’sche Konstruktion der Wertformen auf 3 Momenten der Konstruktion fußt:

a.) der Frage, was einerseits das Repräsentierende bzw. Vermittelnde und andererseits das Repräsentierte bzw. Vermittelte ist und damit in gewissem Umfang auf die Differenz zwischen Signifikant und Signifikat verweist, obgleich diese sich nicht nur grammatologisch gegenseitig in ihrer Reinheit ausschalten (schließlich ist ein Gramma ja gerade weder ein Signifikant noch ein Signifikat), sondern sich durch Verunzähligung gegenseitig immer weiter verhindern, das heißt jedes Signifikat hat potenziell unendlich viele Signifikanten und jeder Signifikant besitzt potenziell unzählbar viele Signifikate, was beide immer weiter entleert;

b.) der Frage, wie viele Teile ein Vermittelndes besitzt;

c.) der Frage, wie oft ein Vermittelndes oder Vermitteltes vorkommt;

d.) und der Frage, wie allgemein oder partiell ein Vermittelndes oder Vermitteltes ist.

Mit diesen vier Konstruktionsmomenten lassen sich jedoch nicht nur die von Marx beschriebenen wertformanalytischen Erwägungen konzipieren, sondern hier zerfällt das metaphysische Erbe des Kapitalismus selbst ein weiteres Mal, da auch Marx seine Wertformanalyse rekonstruktiv-konstantiv ansetzt und damit nicht nur jene als Kapitalismus (des ökonomischen Kapitals) bekannte Formation beschreibt, sondern diese auch durch eine Geste der Naturalisierung (mithin unabsichtlich) verteidigt. Da grundsätzlich alle Signifikanten/Differenzen/Variablen/Sektionen/Objekte etc. in allen sozioökonomischen wie sozioanökonomischen Formen fungieren und bereits Derrida mit der sogenannten kapitalistischen Schickungs- und Bestimmungsirre – der destinerrance – eine Art Kapitalismus aller Kapitalsorten beschrieben hat (Derrida nennt dies “Phantomologie des Gespenstes” während die etwas eingeschränktere Bordieu’sche Variante “Allgemeine Theorie der ökonomischen Praxis” heißt und die wiederum etwas anders orientierte Variante von Mouffe/Laclau “Hegemonietheorie”), muss zwangsweise auch die Wertformanalyse für alle Signifikanten/Differenzen/Variablen/Sektionen/Objekte etc. gelten, da ansonsten die drei bislang intensivsten Entwürfe respektive antimetaphysischsten Umarbeitungen der Marx’schen Kapitaltheorie überhaupt keinen Bestand haben können, denn ohne Wertformanalyse keine Kapitaltheorie.

Eine ganz andere Wertformanalyse: Foraminiferderalogie

Als Folge der Verunzähligung und Verallgemeinerung der Wertformanalyse reichen jedoch die durch Marx veranschlagten werttheoretischen Bezeichnungspraxen (Wertform I, Wertform II, Wertform III, Wertform IV, Äquivalentform, relative Wertform usw.) nicht einmal annähernd mehr aus und verlangen komplett neue Bezeichnungs- und Verzeichnungspraxen, deren erste sich in der Benennung der neuen Wertformanalyse aller Kapitalsorten bzw. Kapitalformen (aller Spektren, würde Derrida sagen) als Foraminifederalogie vorstellt und in der das Loch sich “multiversalisiert”. Die leere Nicht-/Menge aller Nicht-/Mengen, die vorher den ultimativen wie ungeteilten Signifikanten (Mouffe/Laclau) respektive die einzige unvermittelte wie selbstreferenzielle Ware (das naturalisierte Geld des ökonomischen Kapitals bei Marx) abgegeben hat um eine Metaphysik aufzustellen, verwandelt sich nun in das Geschehen einer negativen Differenz, einer Nifferenz, in der das Loch nicht mehr einfach Keins oder Nichts ist, sondern sich als Loch/Nichts von sich selbst unterscheidet, also in sich die Bewegung einer Verminderung, Nichtung oder Verwenigerung trägt, die gerade weder rein Null noch rein Minus-Eins darstellt. Diese negative Differenz – Nifferenz – schreibt sich folgendermaßen und lässt sich von der Differenz Derridas unterscheiden:

o

/ \
o   o

und

o – o

Wir haben hier zwei Differenzformen: eine negative Differenz und eine neutral-positive Differenz.

Eine Foraminifederation lässt sich deshalb auch beschreiben als eine negative Differenz von negativen Differenzen.

Zwei Formen der Foraminifederation: Ordnung und Unordnung

Die aus der Dekonstruktion der Wertformanalyse gewonnenen neuen Figuren weisen bei näherer Betrachtung sowie weiterer Hervortreibung zwei Formen oder Typen auf, die wiederum eine Differenz ausmachen und beide gleichzeitig sowie gleichberechtigt miteinander kollaborieren, nämlich jenen des geordneten Typs und jenen des ungeordneten Typs, welche sich bspw. auf folgende Weise ausführen lassen:
Die Verkeinigung der beiden Typen, das heißt die Kombination führt zu jener finalen, auf Unordnung basierenden Ordnung, die folgende Explikation gestaltet und die auch die Cartographierung der Foraminifederationen als Weltkarte des negativ-destineränziellen Weltmarktes realisiert:
Das ursprüngliche Konstruktionsproblem des Kulturkapitals erscheint uns daher foraminiferderalogisch als ein Konstruktionsproblem aller Kapitalformen.

Der Beginn der Foraminifederalogie

Die Niederkunft der Foraminifederalogie aus dem Gespenst der Rekonstruktion

(X) Die Einführung fester Kulturwechselkurse durch die Standardisierung von Bachelor-Master-Abschlüssen, die das vorherige flexible Kulturwechselkurssystem ersetzen sollten, führte deshalb auch in die gegenwärtige Katastrophe der Weltkulturkapitalmärkte (deren Krisenhaftigkeit potenziell auf der Seite der Stagnation – Metaphysik! – zu bekämpfen und auf der Seite der Veränderung zu affirmieren ist), weil ein gemeinsamer Bildungsstandard impliziert wurde, der als transzendentales Signifikat den kulturellen “Goldstandard” (die Wissenselite) im Sinne der hegemonialen Weltäquivalenzkette fixieren sollte, obgleich eine solche Fixierung prinzipiell unmöglich bleibt, da eine effektive Kulturkapitalver(un-)Wertung der Elemente sowohl aus der hegemonialen als auch der subalternen Weltäquivalenzkette benötigt, die in einem extremst flexiblen und ultrabeweglichen Verhältnis strömen müssen um bestmögliche Kulturver(un)wertungsketten zu erzielen. Durch Einführung des kulturellen Goldstandards zusammen mit der so genannten Modularisierung (eines archeo-onto-teleologisch fortschreitenden Wissenspaketesystems) hat sich inzwischen eine kulturelle Planwirtschaft entwickelt, deren verheerende Ergebnisse sich in der Schaffung ineffektiver Kulturwertver(un-)wertungen und der Zerstörung effektiver Kulturwertver(un-)wertungen niederschlägt, deren Effekte wesentlich zur weltweiten Kulturstagnation auf den Kulturwertpapiermärkten beigetragen hat.

Neuere Entwicklungen im kulturellen Weltfinanzmarkt

Techno-Infrastrukturen kultureller Finanzmärkte

Eine schier unüberblickbare gigantische Publikationsmegamaschine aus zuvorderst Verlagen, freien Zeitschriften und Magazinen mit mehr und minder starken Anbindungen an Hochschulinstitutionen bilden die kulturellen Fonds, Kulturaktiengesellschaften, die oft eine große Risikostreuung und professionalisierte Fondmanagements in Form von Peer-Review-Installationen inhärieren, wobei sich das Feld einerseits in solche mit einer schnellen Verfügbarkeit (Anzeigbarkeit/Erfahrbarkeit) des investierten objektivierten Kulturkapitals (Open-Access) und andererseits in solche mit beschränkter Verfügbarkeit teilt.

zulassen.

Vor allem Lehrende treten als Kulturmakler auf.

Der grundsätzliche Konnex tritt als die Differenz zwischen Verbindung und Trennung auf.
Senat ist Börsenaufsicht; auf höherer Ebene die KMK.
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Kulturgeld und Kulturwertpapier, die sich überhaupt nicht synonym zueinander verhalten, obgleich es natürlich einen Markt von auf Kulturgeld lautenden Kulturwertpapieren gibt, die sich auf Papers wie mit auf “Politischer Ökonomie”, “Sozioökonomie”, “Phantomologie”, “Neoklassik”, “Wirtschaftswissenschaft”, “Heterodoxie” usw. lautenden Kulturgeldern aufteilen.
Der sich anbahnende Crash

academia.edu
Fußnote:

Eine mögliche nähere Typologisierung bietet https://archivalia.hypotheses.org/55814
Quellen:

Sci Hub, Fernleihe und Open Access

Securization

Literaturverzeichnisse bzw. Quellenverzeichnisse, aber auch Tabellenverzeichnisse und Abbildungsverzeichnisse dienen der Securisierung/Absicherung der kulturellen Wertpapiere innerhalb der kulturellen Risikoverwaltungen und sollen diese gegenüber anderen Kulturmarktagierenden berechenbarer und glaubwürdiger machen, wobei die kulturellen Investitionskosten (z.B. Lesezeit und zusätzliche Nachforschungen) gesenkt und die Wissenerträge de-/generiert werden.

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